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Entsprechend den Einsatzmöglichkeiten der Kopfkamera beschäftige ich mich mit der längerfristigen Realisierung bestimmter Projekte. "arbeitSehen" befasst sich mit der umfassenden Dokumentation von Handarbeit. Das "translocal orchestra" macht virtureale Orchesterbühnen begehbar. Ein "interactive reality adventure" ist ein Abenteuerspiel der zeitgenössischeren Art. | |
...sich einander durch die Köpfe schauen. Die Installation HEADZAPP ermöglicht |
HEADZAPP Die Installation HEADZAPP stellt ein Fernseh-Netzwerk bereit, in das subjektive Sichten gespeist werden können, unter denen man dann mittels klassischer Fernbedienung zappen kann. Durch die spezielle Ring-Topologie bekommt jeder Zapper die Möglichkeit zurück zu senden. Die Sicht auf fremde Sichten formt selbst wieder eine Quelle die beginnt ins Netzwerk zu fließen - Grundlage für die Sicht Anderer zu werden. Man bekommt ein Sprachrohr - wird selbst zum Regisseur.
Statt nur zu reagieren beginnt man mit dem Netzwerk zu interagieren. |
Eine Datenbank über alle menschlichen Handwerke ist das stolze Ziel des Gemeinschaftsprojektes arbeitSehen. |
arbeitSehen Da Handarbeit das wohl beste Anwendungsgebiet der Kopfkamera darstellt, befasst sich das Projekt mit dem Arbeitstitel "arbeitSehen" mit der Dokumentation aller möglichen Handwerke. Vom Fliesenleger, Maurer oder Zimmermann über den Zahnarzt oder Chirurgen, den Kunstschmied, Korbflechter oder Töpfer bis hin zum Busfahrer oder Fließbandarbeiter. Alle Arbeiten, die handwerkliches Geschick erfordern, sollen dokumentiert werden. Damit noch Generation nach uns verstehen können, wie die Dinge einst geformt wurden.
Keinesfalls will ich mir dabei die ganze Arbeit selbst aufhalsen. Vielmehr sind alle Kopfkamerainhaber und Handwerker gefragt, selbst Initiative zu ergreifen und ihr Material in ein großes virtuelles Museum einzuspeisen. |
Jeder Musikant eines Orchesters wird virtuell auf eine äquivanlente Position ins Foyer transportiert. |
translocal orchestra Die erste Sinfonie in einem klassischen Konzertsaal hatte es mir angetan. Statt wie gewohnt Konzerte durch das kleine akkustische Fenster von gerade mal 2 oder 4 Lautsprechern zu hören, blühte vor mir eine regelrechte Klanglandschaft auf. In ihr tanzten Melodien von Instrument zu Instrument quer über die Bühne. Es wuchs das Bedürfnis, aufzuspringen und selbst auf der Bühne zu stehen um durch die blühenden Landschaften zu spazieren. Den Musikern auf die Finger zu hören. Die Installlation eines im Ort verschobenen Orchesters macht eine virtureale Bühne für das Publikum begehbar. Alle Musiker im Konzertsaal sind dabei mit Kamera und Mirkrofon ausgestattet und senden ihr Signal gebündelt über eine Leitung in das Foyer. Dort stehen an äquivalenter Position Monitore mit Lautsprechern. Sie zeigen den Blick des jeweiligen Musikers und spielen seine Musik. Das Publikum hat damit eine ähnliche opto-akustische Landschaft wie auf der Bühne. Mit einem Vorteil: Man darf spazieren gehen.
Die Realisierung dieser Installation für eine 20köpfige Besetzung bedarf Finanzmitteln von circa 6000€. Interessierte Häuser sind als Finanzier also herzlich willkommen! |
Ähnlich dem tele-actor System wird die reale Spielfigur von Mitspielern über das Internet gesteuert. |
interactive reality adventure Eine sehr beliebte Sorte Computerspielen sind sogenannte "adventure games" oder Strategie Spiele. Inhalt ist es, eine Spielfigur durch eine Welt zu navigieren und dabei Aufgaben zu lösen um zum Schluss z.B. die Prinzessin zu retten. Dabei trifft man auf Personen, mit denen man sprechen kann oder auf Räume in denen man bestimmte Dinge finden muss. Solche Spiele spielen sich, wie fast alle Computerspiele, in einer virtuellen Umgebung ab. Dabei sind sie nur zum Teil interaktiv. Wie das beim Computer ja meistens ist, denn für wirkliche Interaktivität bedarf es eigentlich einem Partner, der auf einer ähnlichen Bewusstseinsstufe ist. Ein "interactive reality adventure" ist also ein Strategiespiel mit realen Figuren, die auch einen eigenen Willen haben, Interaktivität somit ermöglichen. Gepielt wird über das Internet. Kleine Spielgemeinschaften steuern dabei einen Schauspieler, der sich innerhalb fester (?) Grenzen bewegt und auf andere Schauspieler trifft, die eventuell ebenfalls ferngesteuert werden. Wie im virtuellen Original gibt es auch hier am Anfang eine Aufgabe und viele Rätsel zum lösen. Ein ähnliches Projekt gibt es bereits in Amerika. Bei tele-actor.net erfährt man mehr. |
| ©1998-2004 Johannes Vockeroth |